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”Zum weißen Roß” in Bornum am Elm
Hotel und Gststätte „Zum weißen Roß“ in Bornum an der Landstraße Nr. 8 verdanken ihr Entstehen in der heutigen äußeren Form einer Initiative des Herzogs Friedrich Wilhelm von
Braunschweig , besser bekannt als der „Schwarze Herzog“ .
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Historisches Bleiglasfenster mit dem Weißen Roß
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In den Jahren von 1800 bis 1806 kam der Herzog auf seinem Weg zum Jagdschloß Langeleben im Elm mit seinem
Schimmelgespann häufiger durch Bornum und kehrte beim
Wirt Jürgen Weigel ein,
der in dem kleinen Haus östlich der jetzigen Gastwirtschaft eine Krugwirtschaft betrieb.
Zwischen Wirt und Herzog entstand ein trauliches
Zueinander, indem die beiden sich sogar dutzten.
Da das Lokal ziemlich beengt war, sagte der Herzog des öfteren zum Wirt:
„Jürgen, du most grötter buen, dat Lokal is tau lüttich !“
Die Antwort war immer die gleiche: „Wenn ick dat Holt härre, dat vor en niet Hus nödig is, möchte et woll angahn, Herzog !“
Eines Tages erklärte der Herzog: „Jürgen, dat Holt will ick
dick schenken unter der Bedingung dat dat Lokal „Zum weißen Roß“ heißen soll !“ Diesen Wunsch erfüllte Jürgen gern, die Eiche wurde im Elm geschlagen und der Bau bis 1807 fertiggestellt.
Zur Hofstelle gehörte auch eine Landwirtschaft von 72 Morgen und ein Holzteil der späteren Genossenschaftsforst
. Im Jahre 1895 wurde von der Familie Weigel gegenüber ein Wohnhaus errichtet und die Gastwirtschaft an einen
Schwager verkauft. Dieser wirtschaftete jedoch nur einige Jahre und verkaufte sie dann an einen Herrn Heinicke.
Mit Beginn des ersten Weltkrieges 1914 wurde die Gastwirtschaft geschlossen und Herr Heinicke verließ in den
letzten Kriegsjahren Bornum. Dieses erfuhr Otto Weigel als Soldat im Felde und antwortete postwendend, dass
die Wirtschaft sofort wieder zurückgekauft werden sollte. So kam die Gaststätte 1919 wieder in den Besitz der Familie Weigel.
Als neuer Pächter trat die Familie Kausche auf, der Sattlermeister Heinrich Friedrich mit seiner Ehefrau Anna Pauline. Diese führten die Wirtschaft bis 1940 gemeinsam mit einer großen Kinderschar...
Auszug aus einem Artikel von Dat Bormsche Lindenblatt, Nr. 13, 2001, Herausgeber: Dä Born, Bornum am Elm Werner Wohld, im Oktober 2001
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