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Liebe Gäste unseres Hotels und unserer Gaststätte “Zum weißen Roß”,
Hotel und Gaststätte “Zum weißen Roß” in Bornum am Elm
sind seit vielen Jahren untrennbar verbunden mit dem ausgezeichneten Ruf unserer Landschlachterei in Bornum am Elm.
Hier ein Auszug aus einem Artikel aus der Braunschweiger Zeitung vom 28. April 2004 (gekürzt) :Text Text Text Text Text Text Text Text Text Text Text Text
Text Text Text Text Schlangestehen: Es geht um die Wurst
Von Axel Lier
Es gibt Tage, da gucken die Nachbarn von Familie Meier nur schnell mal aus der Tür. Stehen Leute vor dem Laden? Wenn nicht,
muss alles ganz schnell gehen: rein in die Puschen, Beutel und Portmonee liegen bereit, und ab geht's im Sprint zur Fleischerei.
Wer die Gelegenheit nicht nutzt, muss eine Menge Zeit mitbringen, wenn er Sauerfleisch, Sülze oder Mettwurst essen möchte...
Klaus Meier (38) schmunzelt: "Wer zu uns kommt, muss immer ein bisschen Zeit mitbringen", sagt der Fleischermeister und führt den Besucher durch seinen Laden.
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Haxe am offenen Grill -
Feier zum Jubiläum 200 Jahre “Zum weißen Roß”
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"Als wir 1989 geöffnet wurde, war der Verkaufsraum gerade mal einen Meter fünfzig breit und vier Meter lang." Heute steht man in
einem klimatisierten Geschäft von der Größe einer Luxus-Garage. Vom Eröffnungstag am 10. Oktober 1989 bis heute sei der Laden jedes Jahr
ein Stückchen gewachsen. Erst musste die Garage dran glauben, dann ein Teil vom Wohnzimmer.
Heute steht eine sechs Meter lange Theke im Verkaufsraum, prall
gefüllt mit Kochwurst, Dosenfleisch und Fleischsalaten.
Auch im Hof wurden die Gebäude immer größer und breiter. Neue
Kühlzellen stehen da, es ist nur noch wenig Platz für die Wäscheleine von Mutti. "Was soll man machen? Man muss ja expandieren, wenn's
gut läuft", sagt Klaus, zuckt mit den Schultern und presst frische Mettwurst in den Dünndarm vom Schaf...
Bei den Meiers drehte sich schon immer alles um Schweine und Kühe. Damals, in den 50er Jahren, gehörte Klaus' Vater zu den vier
Hausschlachtern im Dorf. Eigentlich ist er gelernter Maurer. Aber im Winter hatte er oft nichts zu tun und er "machte deshalb in Fleisch".
Mit dem Rad fuhr er zu den Bauern, schlachtete das Vieh und produzierte Wurst. Alles an einem Tag. Doch das mit "der
Hausschlachte" wurde immer weniger. In den 60er Jahren war es bereits so wenig, dass die Bauern morgens mit ihrem Vieh zu ihm
in die Garage kommen mussten. Und am Abend bekamen sie ihre Wurst. In den 70ern machte der Vater im Haus schließlich eine
kleine Ecke frei – das kleine Schlachthaus im Hof sozusagen. Die Bauern lieferten an, abends waren die Tiere tot und die Wurst
frisch. So kam man über die Jahre. "Heute bekommen wir fünf bis sechs Schweine pro Woche als Hausschlachte geliefert. Jeden
Montag, denn da ist Schlachtetag", sagt Klaus und zeigt auf die großen Haken an der Decke im Kühlraum. Anfang der 80er Jahre
geht Klaus auf Wanderschaft. "Neun Jahre war ich im Land unterwegs. In Königslutter, an der Küste im Norden, in Helmstedt, in
Frankfurt/Main. Überall habe ich eine Menge gelernt, habe gesehen, wie eine gute Fleischerei laufen sollte", sagt Klaus. Nach
Lehrzeit und Meisterprüfung die Ladeneröffnung in Bornum. Mit seinem Vater ackerte er im Kühlhaus, Mutter verkaufte vorne im Lädchen. ...
Die Lösung klingt langweilig wie Supermarktwerbung: "Es ist unsere Frische", sagt Klaus Meier. Das kann unmöglich das ganze Geheimnis sein, oder?
"Doch, in Braunschweig wird doch gar nicht mehr selbst geschlachtet, es gibt dort auch schon lange keinen Schlachthof mehr.
Das Fleisch kommt vom Zentralen Fleischdienst aus Zeven bei Lüneburg", erwidert er. Zentraler Fleischdienst, denkt sich der
Besucher, schon wie das klingt... Wenn die Produkte Braunschweig erreichen, seien sie mitunter bereits zwei Tage alt. Dann
müssten sie noch zerkleinert werden, verpackt, man könne sich ausrechnen, wann sie in der Theke landen...
"Wir kennen unsere Landwirte alle persönlich. Und die Tiere. Was nützt mir ein klappriges Schweinchen, dass nach nichts
schmeckt? Da bestelle ich lieber bei unseren Leuten und warte ein Jahr auf mein dickes 200 Kilo-Schwein", meint der Meier.
Klar sei es bei ihnen ein wenig teurer als bei Aldi, Minimal oder Lidl. Es mache sich zwar bemerkbar, dass die billigen Supermärkte
seit ungefähr einem Jahr frisches Fleisch anbieten dürfen. Doch Qualität entscheide.
Und so stehen die Kunden bei den Meiers im Laden und warten. Warten auf das erlösende "Der Nächste bitte!" der Verkäuferin.
Wie einst DDR-Bürger auf ihre Ration Südfrüchte. Und auch die Dialoge scheinen dieselben:
"Aach, es geht heute mal wieder gar nicht voran, nicht wahr, Frau Schulze?"
"Sie sagen es, Frau Müller, Sie sagen es. Warum braucht denn die da so lange an der Kasse?"
"Ich glaub', da vorn hat jemand so viel bestellt, kann ja nächstens mal gleich den Partyservice buchen."
"Naja, aber was bleibt uns übrig? Müssen wir eben warten. Sehen sie mal, Frau Schulze, der junge Mann, der will sich doch nicht etwa vor...?" ...
Samstag, 28.08.2004
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